Fächerschließung an der PhilFakEine katastrophale Haushaltssituation an eben jener, bringt wahrscheinlich tiefgreifende Einschnitte mit sich. Die lange von Dekanat und Universität aufgeschobenen Einsparungen greifen nun vollends durch, die vertraglichen Zusicherungen aus dem letzen Jahrtausend zwischen Universität und Land werden umgesetzt.

Let’s talk about 1,5 Millionen Euro!

Da das Geld bereits im aktuellen Haushalt der Fakultät fehlt, ist „Einsparung“ auch nicht das richtige Wort hier, eher „Anpassung der Strukturen, die durch die real vorhandenen Ausgabensumme getragen wird“- hört sich bürokratisch an, ist es auch! Und auch nicht zielführend. Es wird viel von den vermehrten Ausgaben für die Bildung in NRW geredet- und das ist faktisch auch so, zumindest wenn wir nüchtern die Daten aus dem Ministerium betrachten. Dennoch sieht es so aus, als dass das Geld nicht ausreicht, um Fächer, wie die Slawistik, Luisitanistik (Portugiesisch) oder die Mongolistik im Lehrbetrieb auf Dauer aufrecht zu halten. Manche werden sagen: „Was brauch ich denn solche Fächer? Alles Kokolores!“- wir aber sind der festen Überzeugung, dass eben genau diese Vielfalt und dieses Potpourri unserer Universität erst die viel beschriebene „Exzellenz“ verleiht.

Resolution:

Nein zu weiteren Kürzungen an der Philosophischen Fakultät

Deshalb haben ProfessorInnen, MitarbeiterInnen aus Forschung und Lehre, MitarbeiterInnen aus Technik und Verwaltung sowie die Studierenden (maßgeblich daran beteiligt waren die beiden studentischen ghg-campus:grün Mitglieder des Fakultätsrats) gemeinsam und fakultätsübergreifend eine Resolution entworfen, die das Dekanat der Philosophischen Fakultät und das Rektorat dazu aufrufen, diese Zustände auf Landesebene mit Nachdruck vorzutragen.

Über 1.700 Unterschriften

– FakRat unterstützt die Resolution einstimmig

Auf der Informationsveranstaltung des Philosophischen Dekanats konnten über 1.700 Unterschriften der Resolution an den Dekan übergeben werden.

Die Resolution wurde vom Fakultätsrat der Philosophischen Fakultät am Mittwoch einstimmig unterstützt. Fakultätsratsmitglied und AStA-Finanzreferent Malte Lömpcke kommentiert:

„Wir begrüßen es, dass die Fakultät beschlossen hat, in dieser Sache zusammenzuarbeiten und gemeinsam ein Zeichen nach Außen zu setzen. Die logische Konsequenz wäre, diese Resolution auf alle anderen Fakultäten und den Senat auszuweiten, um dann als gesamte Universität eine Stellungnahme zu verfassen. Denn es steht zu befürchten, dass das Ende des Finanzierungsengpasses, auch an weiteren Fakultäten der Uni Bonn, noch nicht erreicht ist. Wir hoffen, dass die Landesregierung die dramatische Situation an der Philosophischen Fakultät wahrnimmt und für die versprochene ausreichende Finanzierung der Universitäten sorgt.“

Die nächste Sitzung des Fakultätsrats soll am 01.02.2012 stattfinden, dort ist die dritte und letzte Lesung der Umstrukturierung vorgesehen.

Hier findet ihr die Resolution mit Unterschriftenliste, welche ihr im AStA-Vorsitz (Nassetraße 11, 53113 Bonn) einreichen könnt. Die Listen werden gemeinsam, unter anderem durch die beiden VertreterInnen der grünen Hochschulgruppe im Fakultätsrat der Philosophischen Fakultät, Dekan, Rektor und Landesregierung vorgelegt.