Endlich: auch die Universität Bonn hat heute einen Beschluss gefasst, sich gegen die Einführung von Gebühren für Studierende aus Nicht-EU-Staaten auszusprechen. Der Senat hat heute folgenden Text beschlossen, der auf Grundlage eines kurzen Texts zweier studentischer Senatoren in verschiedenen Kommissionen besprochen und überarbeitet wurde.
Wir freuen uns, dass die Bonner Uni damit den Mut gefunden hat, sich auch öffentlich zu ihrer oft propagierten Strategie der Internationalisierung zu stellen. Allerdings hätten wir uns natürlich gewünscht, dass die Bemühungen der studentischen Vertreter*innen schon früher unterstützt worden wären.

„Weltoffenheit und Gastfreundschaft sind wesentliche Grundlage von Wissenschaft und Lehre. In Bekräftigung der Bonner Erklärung spricht sich der Senat der Rheinischen
Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn gegen die Einführung von Studienbeiträgen für Studierende aus Nicht-
EU-Ländern aus.
Wir sind beunruhigt über die Entwicklung der Bewerberzahlen in anderen Bundesländern nach Einführung der Studienbeiträgeund fürchten eine Schwächung unserer Position als internationale
Forschungsuniversität. Wir vermuten, dass die bestehenden Unsicherheiten für Studierende aus Schwellen- und Entwicklungsländern bereits jetzt Wirkung zeigen.
Der Senat begrüßt das Ziel der Landesregierung, die Qualität der Lehre und die Internationalisierung der Universitäten durch zusätzliche finanzielle Ressourcen zu
verbessern, hält aber dieses Instrument für nicht geeignet.“