Die Ausbeutung der Natur und die Gier nach Ressourcen ist ein offenkundiges Problem, das überall auf der Welt zu beobachten ist und gerade von den Industrienationen forciert wird. Aber auch in ärmeren Ländern muss man sich die Frage stellen, wo es überlebensnotwendig ist, Ressourcen zu nutzen und wo die Ausbeutung der Natur beginnt.

Aber was ist morgen? Sollten wir nicht versuchen im Einklang mit der Natur zu leben und uns auf das Nötigste beschränken?

Genau diese Fragen wirft der Film „Prinzessin Mononoke“ auf.

Ashitaka, ein Junge aus einem altjapanischen Stamm, wird bei der Verteidigung seines Dorfes von einem Dämon mit einem tödlichen Fluch belegt. Er zieht umher, in der Hoffnung ein Gegenmittel zu finden. Der Einzige, der ihn retten kann, ist der Gott des Waldes, den Ashitaka westlich seines Stammes aufspürt. Dabei lernt er die Besitzerin einer Eisenhütte kennen, die schonungslos den Wald rodet, um Eisen abtragen zu können. Doch die Tiere des Waldes wehren sich mit aller Macht. Ashitaka gerät in den Kampf zwischen den Arbeitern der Eisenhütte und den Bewohnern des Waldes, angeführt vom Mädchen San (Prinzessin Mononoke), die bei den Wölfen lebt. Die Anführerin der Eisenhütte Madame Eboshi will den Gott des Waldes töten. Sie glaubt dadurch Unsterblichkeit zu erlangen Damit würde der Wald, dessen Widerstand damit gebrochen wäre, sterben. Dieser grausame Kampf zwischen Mensch und Natur entscheidet Ashitakas Schicksal.

Prinzessin Mononoke ist ein bildgewaltiges Animeepos, in dessen Seele der Wunsch nach Harmonie mit Natur und Humanismus lebt.