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Wahlprogramm 2020

Antifaschistisch & ökologisch, sozial & emanzipatorisch, pazifistisch & basisdemokratisch.

Hochschulwahlen 2020

Vom 13. bis zum 16. Januar 2020 finden wieder die jährlichen Wahlen zu den Gremien der Studierendenschaft statt.
Die Grüne Hochschulgruppe tritt für eine nachhaltige, soziale, demokratische, queerfeministische und weltoffene Uni an. Unser Programm findest Du beim scrollen auf dieser Seite. Mit Deiner Stimme können wir daran arbeiten unsere Uni zu verbessern.

Unseren Beitrag aus der Wahlzeitung des Wahlausschusses kannst du mit dem Button unterhalb dieses Abschnittes herunterladen. Die Inhalte des Beitrags findest du auch, wenn du die Seite hinunter scrollst. Links im Bildschirm findest du Punkte, die ein Menü ergeben, sobald du mit dem Curser darüber streifst. Es soll dir bei der Orientierung helfen.

Nachhaltigkeit

In Zeiten der Klimakrise und unzureichendem politischen Handeln müssen Klimagerechtigkeit und sozialökologischer Wandel vor allem auch von der Universität vorangebracht werden.

Energie

Wir freuen uns sehr, zu sehen, dass die Universität die Zeichen der Zeit richtig deutet und ihre Energieversorgung nach Vorschlag des AStA-Ökoreferat auf Ökostrom umgestellt hat. Für die in den kommenden Jahren anstehenden Neubauten fordern wir von der Universität die Entwicklung neuer Energiekonzepte, beispielsweise die Installation von Photovoltaikanlagen auf den neu errichteten Gebäuden und überall dort, wo die Möglichkeit besteht.

Trinkwasserspender

Im letzten Jahr musste der Trinkwasserspender in der ULB aus Denkmalschutzgründen abgebaut werden. Daraufhin konnten wir von der Universität einfordern, an 30 Orten Wasserhähne so umzubauen, dass sich Flaschen dort leichter auffüllen lassen. Wir fordern die konsequente Umsetzung dieses bisher nur in Teilen umgesetzten Versprechens.

Sharing is Caring

Durch unseren Einsatz konnte 2014 die Fahrradwerkstatt eingerichtet werden. Hier können Studierende ihre Fahrräder kostenlos und mit fachkundiger Hilfe reparieren. Sowohl die Schonung der Umwelt als auch des Geldbeutels der Studierenden durch die Wiederverwendung von Ersatzteilen sehen wir als wichtigen Schritt hin zu nachhaltiger Mobilität. Wir möchten uns für die Einrichtung einer Leih- und Tauschbörse für Werkzeug einsetzen, um auch so den Verbrauch von Ressourcen und die Kosten für Studierende zu verringern.


Mensa

In Ergänzung zur Ausweitung der vegetarischen und veganen Angebote in den verschiedenen Mensen braucht es eine (klima-)gerechte Subventionspolitik, die nachhaltige Ernährungsweisen nicht benachteiligt.



Soziales & Antidiskriminierung

Wir stellen uns entschieden gegen jede Form von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und setzen uns dafür ein, dass Alle ihr Studium selbstbestimmt und ohne Ausgrenzung meistern können.

Inklusives Studieren

Das neue Hochschulfreiheitsgesetz gibt die rechtliche Möglichkeit Anwesenheitspflichten wiedereinzuführen. Wir lehnen Anwesenheitspflichten ab, da sie unsozial sind und ein selbstbestimmtes Studium verhindern. Wir wollen, dass das Studium für Menschen mit körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen sowie chronischen Krankheiten keinen weiteren Stressfaktor darstellt. Dafür fordern wir endlich ein zentrales Verzeichnis barrierefreier Räume, Schulungsmöglichkeiten für Dozierende und die Möglichkeit, Veranstaltungen in barrierefreie Räume zu verlegen.


Für Geflüchtete, die in Bonn studieren wollen, muss die entsprechende Infrastruktur gegeben sein. Wir begrüßen das verbesserte Angebot an Sprachkursen, sehen hier aber noch weiteren Ausbaubedarf.

Studienfinanzierung

Armut ist für viele Studierende ein existentielles Problem. Daher fordern wir ein elternunabhängiges, inflationsbereinigtes und in regelmäßigen Abständen angepasstes BAföG, losgelöst von Regelstudienzeit und Altersgrenzen, um eine lückenlose Finanzierung des Studiums wirklich zu ermöglichen. Auch nach der BAföG-Reform 2019 sehen wir Verbesserungsbedarf bei den weiterhin langen Bearbeitungsdauern. Daher vergibt der AStA in Zusammenarbeit mit dem Studierendenwerk seit diesem Jahr finanzielle Unterstützung für den ersten Semesterbeitrag. Auch setzen wir uns dafür ein, die Situation von Studierenden aus Nicht-Akademiker*innenfamilien strukturell zu verbessern.

Studentisches Wohnen

Studentische Wohnungsnot – alle Semester wieder. Für die Stadt sowie die Universität Bonn muss die Schaffung und Förderung bezahlbaren Wohnraums eine deutlich höhere Priorität haben. Auch die Erhöhung des Wohnzuschlags auf 325 Euro wird die Situation auf dem Wohnungsmarkt nicht nachhaltig verbessern. Stadt und Studierendenwerk müssen vom Land bereitgestellte Mittel für die Schaffung von Wohnheimsplätzen stärker nutzen.

Anti-Diskriminierung

Nicht nur im universitären Alltag, sondern auch im Studierendenparlament und anderen Gremien der Universität erleben wir, dass interpersonelle und strukturelle Diskriminierung längst nicht überwunden ist. Daher setzen wir uns gegen Sexismus, die binäre Geschlechterordnung, sowie Homo- und Transfeindlichkeit ein. Im Ausschuss für Geschlechtergerechtigkeit arbeiten wir an Maßnahmen, um einer männlich dominierten Diskussionskultur im SP entgegenzuwirken. Wir begrüßen außerdem die Anstrengungen des AStA-Referats für Frauen und Geschlechter-gerechtigkeit, Awarenesskonzepte auszuarbeiten.


Die autoritäre, nationalistische Formation von Burschenschaften, rechten Gruppierungen und Parteien welche gegen eine freie, demokratische Gesellschaft hetzen, lassen wir nicht unkommentiert und beteiligen uns lautstark am Bonner ‘Bündnis gegen Rechts‘.

Frauen*förderung

Der mit jeder Qualifikationsstufe abnehmende Anteil von Frauen* im akademischen Betrieb muss hinterfragt und kritisiert werden. Wir fordern die Mitglieder der Fakultätsräte und des Senats daher dazu auf, die Einsprüche der Gleichstellungsbeauftragten ernst zu nehmen und bei gleicher Qualifikation die weibliche Kandidatin zu bevorzugen. Weiter fordern wir die flächendeckende Quotierung studentischer und universitärer Gremien.



Verantwortungsvolle Uni

Studium ist nicht nur lernen, sondern auch leben. Die Uni muss ihren Versprechen nachkommen.

Gegen die Kommerzialisierung des Campus

Gerade neue Studierende freuen sich über Willkommensgeschenke, aber die Anzahl an sogenannten Ersti-Tüten hat ein absurdes Ausmaß erreicht. Die Probleme dabei sind: Ein großer Teil der Inhalte wandert direkt wieder in den Müll, Studierende erfahren Diskriminierung, denn es gibt Tüten speziell für Männer und speziell für Frauen – diese werden dann auch nur an als Frauen oder Männer gelesene Menschen ausgegeben. Dazu sollte die Uni die Erlaubnis nicht erteilen.


Außerdem setzen wir uns dafür ein, dass Werbung an unserer Universität reduziert wird und sozial und ökologisch nachhaltiger wird – Werbung für die Bundeswehr gehört nicht in die Mensa!

Forschung und Studium im Einklang

Exzellenzstrategie – auch für die Lehre! Wir fordern, dass die Exzellenz in unserer Universität nicht nur in der Forschung bleibt. Die Lehre darf nicht untergeordnet werden, sondern muss von der Universität in gleicher Intensität gefördert werden. Entscheidungen innerhalb der Universität, vor allem bezüglich Forschung und Lehre, sollten immer nur von der Qualität der Lehre abhängen und nicht, wie es leider an unserer Universität üblich ist, von der Drittmittelakquise. Durch den Fokus auf Drittmittel verlieren andere Themen an Aufmerksamkeit, Dozierende müssen mehr und mehr Zeit für Anträge auf Fördermittel verwenden und können sich weniger den Studierenden widmen. Als einen ersten Schritt fordern wir, dass die Universität selbstverwaltete Seminare besser fördert.

Bibliotheken als zweites Zuhause

Spätestens am Ende des ersten Semesters werden die Bibliotheken unserer Universität für die meisten Studierenden zu einem zweiten Zuhause. Doch viele Studierende, die in ihrem eigenen Leben auf Nachhaltigkeit achten, müssen dort gezwungenermaßen Kompromisse eingehen – das wollen wir ändern.

Es sollte Mikrowellen geben, sodass man die Möglichkeit hat, das Essen vom Vortag noch einmal zu genießen, Kosten zu sparen und sich, verglichen mit einem Schokoriegel aus dem Snackautomaten, gesünder zu ernähren. Außerdem sollte es pflanzliche Milchalternativen für Kaffee geben.


Wir sind der Meinung man sollte nicht nur Nachhaltigkeit, sondern auch eine angenehme und gesunde Lernatmosphäre in seinem zweiten Zuhause ermöglicht bekommen. Deshalb möchten wir uns im kommenden Jahr für Ruheräume, wie das Lerncafé in der ULB und weiteren Bibliotheken einsetzen.


Die Uni in der Stadt – die Stadt in der Uni

Weder die Universität noch die Stadt fühlt sich in vielen Fragen für die Studierenden verantwortlich. Wir wollen uns im AStA dafür einsetzen, dass Stadt, Studierendenwerk und Universität besser zusammenarbeiten. So könnten Probleme wie schlechte Radinfrastruktur und fehlender Wohnraum für Studierende endlich angegangen werden. Auch sollten die Interessen der Studierenden bei städtischen Großprojekten berücksichtigt werden. Für die Neubauten von Universität und Studierendenwerk fordern wir mehr Lernräume, Fahrradparkplätze und festinstallierte Fahrradpumpen.



Das Land NRW fördert den Bau von studentischem Wohnraum mit 50 Millionen Euro jährlich. Das Budget wird derzeit nicht ausgeschöpft. Wir fordern eine vollständige Nutzung der Gelder sowie neue Ideen, Konzepte und konkrete Projekte für die Schaffung studentischen Wohnraums. So soll die Stadt mit dem AStA kooperieren, um Projekte der Studierendenschaft wie “Wohnen zu Hilfe” auszuweiten.

Kandidat*innen

Bei den Wahlen zu verfassten Studierendenschaft wählst du nicht nur Listen, sondern häufig auch Personen. Hier findest du einige Menschen, die sich für grüne Hochschulpolitik engagieren.

Johanna Münzel

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